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Samstag, 28. Mai 2005

Montag, der 23.5.2005
Seit unserem letzten Eintrag sind einige Tage vergangen. Da wir am Mittwoch nichts weiter vorhatten und Eni arbeiten musste, waren wir mit Jonah zum Baseball-Training. Es war sehr interessant ? wir hatten bisher so was nie gesehen. Anschlie?end fuhren wir mit Stephanie und den drei Kindern zu ihrer deutschen Spielgruppe. Sie treffen sich w?chentlich ein Nachmittag auf einem bestimmten Spielplatz ? alle die irgendwie deutsch sprechen wollen. Die meisten waren Familien, die von Deutschland aus hier sind, aber auch eine Mutti mit 4 Kindern, die Amerikaner sind, aber sie waren wohl einige Zeit in Deutschland und m?chten, dass die Kinder deutsch sprechen. Sie sprach sehr gut deutsch ? alle Achtung! Und die Kinder waren klein, kleiner und noch kleiner ? und zwar zweimal, Zwillinge - 3einhalb Monate alt. Wow! Wir sahen einige Gesichter vom Hauskonzert wieder ? es war sch?n!
Donnerstag hat Eni nur bis Mittag gearbeitet. Wir trafen uns mit ihr in einem Einkaufszentrum, wo Michael uns Vormittag hingefahren hat. Einkaufsbummel macht jeden m?de, aber ganz besonders die M?nner. J
Am Freitag ging dann unsere gro?e Tour nach Chicago los ? zu dritt mit Eni. Die Stadt ist nicht wirklich weit weg. Vielleicht 2-3 Stunden mit Auto. Wir haben ein Hotelzimmer reserviert per Internet, nicht so zentral, und es wurde uns geraten, von dort aus zum n?chsten P+R-Parkplatz zu fahren und die S-Bahn zu nehmen. Hier sind die St?dte nicht so kompakt, wie in Deutschland, (eher platt gewalzt ? Bemerkung der Redaktion). Chicago hat keine 3 Millionen Einwohner, aber liegt auf einem wesentlich gr??eren Gebiet als die Stadt Berlin. Die Amis haben ja Platz hier ? darum m?ssen sie auch ?berall mit dem Auto hinfahren, zu Fu? gehst du nicht mal zum Nachbargesch?ft. In Chicago war neben Park & Ride auch ein Kiss & Ride ? das mussten wir gleich fotografieren. Das sind verschiedene Parkpl?tze, wo du jemanden absetzen oder von der Bahn abholen kannst - Super Idee.
Chicago nennt sich: The windy city ? und das nicht ohne Grund!! Mensch, hat es geweht und gepustet! Wir haben uns am ersten Abend in der Innenstadt die Beine fast abgelaufen und alles andere fast abgefroren ? aber dann: Kaffee und Dunkin?Donuts - so ein Becher von amerikanischer Gr??e w?rmt wirklich gut durch. Und stellt euch vor, Eni hat Kaffee getrunken!!!
Am n?chsten Tag haben wir eine 4-Stunden-Stadtrundfahrt mitgemacht, zum Teil sehr interessant, zum Teil auch ein wenig langweilig. Man m?sste ja richtig gut englisch k?nnen! Und anschlie?end haben wir uns noch den Sears-Tower vorgenommen ? es war noch gar nicht so lange her das h?chste Geb?ude der Welt. Oben haben wir nicht sehr viel Zeit gehabt, weil wir nach Willow Creek zum Gottesdienst wollten. Wir haben das von der Zeit her grade so geschafft ? ?ber den Gottesdienst schreibt vielleicht Eni sp?ter.
Es ist schon eine ?berw?ltigende Gr??e von Gemeinde und unglaublich gut durchdacht und organisiert. Wir haben nach dem Gottesdienst eine F?hrung durch das Geb?ude mitgemacht ? eine knappe Stunde. Wir haben den Mund kaum zugekriegt.
Jedes Wochenende gibt es 3 Gottesdienste ? und so haben wir beschlossen, am Sonntag noch einmal den Gottesdienst zu besuchen.
Wenn das gro?e Auditorium so 7200 Pl?tze hat, dann waren je 5000 Menschen zu dem Gottesdienst. Letztes Jahr waren es 400 T?uflinge gewesen, die alle auf einmal im hauseigenem See hinter der Gemeinde getauft wurden.
Anschlie?end fuhren wir so langsam Richtung Heimat. Also: Enis Heimat ? oder auch unsere ? f?r zwei Wochen.

Nun ist schon Samstag, und ich schreibe jetzt von zu Hause (Berlin) die letzten Gedanken dazu.
Eni musste Dienstag+ Mittwoch und am Donnerstag vormittag arbeiten. Wir beide haben die vorige Woche ausgefallene Tour noch einmal vorgenommen. Mit einem Mietauto fuhren wir Dienstag vormittag Richtung Westen los. Unterwegs besuchten wir noch die Werkstatt, wo das verungl?ckte Auto stand und brachten noch die Nummerschilder f?r Michael mit. Wenn wir es richtig verstanden haben, ist es im Ami-Land so, dass du kein T?V hast, aber du musst deine Nummerschilder in bestimmten Zeitabst?nden ?neu kaufen? und diese vom alten Auto k?nnen noch weiter verwendet werden.
Zu unserer Tour: Rainer wollte unbedingt Amish-People sehen. Eine F?hrung war leider nicht m?glich, aber eine Dame, die sonst die F?hrungen macht, hat uns wunderbar aufgezeichnet, welche kleine Stra?en wir langfahren sollen, wenn wir Siedlungen oder H?user von Amish Leuten sehen wollen. Wir haben diese Gegend auf uns wirken lassen, einige Bilder gemacht und sind dann weitergefahren nach La Crosse ? zum Mississippi. Unser Hotel war schlie?lich etwas n?rdlich, in Onalaska.
Am Abend haben wir dann die Gegend ausgekundschaftet ? das Wetter hat sich gebessert ? wir hatten schon so 18-20 ?C. Wir suchten uns noch eine Abendessen-Gelegenheit. Wir hatten sehr gute Prospekte, wo alle 30 Lokale am Mississippi entlang eingezeichnet waren ? aber irgendwie konnten wir uns nicht entscheiden. Viel Hunger hatten wir auch nicht, und mittlerweile kennen wir die US-Portionen, so suchten wir eher nach einem Imbiss. Es war schon fast 8 Uhr am Abend, wo wir dann so ein Eckhaus in der Altstadt sahen, so eine Art McDonalds, im Emblem eine Eule, sah ordentlich aus und wir sahen viele zufriedene, sandwich-essende Gesichter im Fenster ?okay ? hier bleiben wir. Als wir drin waren, dachte ich: ist hier irgendwie eine Sportveranstaltung oder was? Wir setzten uns hin und dann kam auch schon die Bedienung: in kurzen Shorts, (Strumpfhose drunter) und T-Shirt (?rmellos, aber die Amerikaner laufen viel ?rmellos rum). Die Bedienung waren ausnahmslos junge h?bsche M?del in den beschriebenen Klamotten. Da haben wir schon einen leisen Verdacht gehabt: hier w?rde vielleicht nicht jeder Amerikaner mit uns reingehen. Bestellt, gegessen, war richtig-richtig lecker, bezahlt und f?r Eni ein Prospekt mitgenommen ? da stand es drauf, dass es in Madison auch eine Filiale gibt. Als wir zu Hause erz?hlt haben, wo wir gegessen haben, haben unsere lieben Gastgeber die H?nde ?berm Kopf zusammengeschlagen: Was? Ihr wart bei Hooters? Im W?rterbuch zu Haus nachgeschlagen: hoot bedeutet Schrei (Eulen- oder Wut-schrei) ? also ist nichts schlimmes. Allerdings wurde uns erkl?rt, dass man das Wort in der Umgangssprache auch f?r die Busen einer Frau benutzt. So viel dazu. Wir waren halt Ausl?nder mit Narrenfreiheit.
Am Abend sind wir noch zum Mississippi runter und genossen die letzten Lichter von der Sonne und schauten dem Wasser zu ( ich schreibe hier Mississippi, obwohl der Fluss sich hier gerade teilt und der hiesige Arm dann Black River hei?t).
Am n?chsten Tag gestaltete sich unsere R?cktour folgenderma?en: bei La Crosse ?ber die Br?cke nach Minnesota und dann dem Fluss, der Great River Tour entlang. Wir bewunderten die sch?ne Gegend. Hielten hier und dort an. Unsere Stra?e passierte dann die Grenze nach Iowa. Wir haben Debbie?s Eltern gewunken und fuhren weiter nach S?den, wo wir dann bei Prairie du Chien wieder nach Wisconsin zur?ckgefahren sind. Wir besuchten noch ein Reservat der Kickapoo-Indianer, wo wir schlie?lich in einer Tropfsteinh?hle gelandet sind. Man sollte vorher gewusst haben, dass Cavern H?hle bedeutet. Nun wissen wir es und werden es auch nicht vergessen!

Zu Hause gab es bei den lieben Tollefsons zum Abendessen Bratwurst vom Grill mit leckerem Salat. Eni war auch da. Wir haben angefangen unsere (und vor allem ENI?s) Sachen zu packen. Die vier Koffer wurden voll und auch ?voll schwer? ? aber wir haben alles reingekriegt ? das k?nnte Eni geholfen haben, damit sie im Juli dann ihre Sachen in ihre beiden Koffer kriegt.
Am Donnerstag kam Eni nach der Arbeit, und fuhr uns zum Flughafen. Alle Koffer haben einen Anh?nger bekommen: ?haevy? ? na ja, wo sie Recht haben, haben sie Recht, die waren schwer. Der Flug war super, die Sitze waren auch super (super unbequem) aber insgesamt haben wir einen sehr angenehmen Flug gehabt.
In Br?ssel sind wir eine halbe Stunde zu sp?t gelandet und dann mussten wir noch echt meilenweit laufen ? wir hatten keine halbe Stunde zum Umsteigen! Und davon sind wir 20 Minuten in Eiltempo mit und ohne Laufband gelaufen. Zum Gl?ck waren unsere Sachen bis Berlin durchgecheckt und so sa?en wir gl?cklich und zufrieden 5 Minuten vor dem Start auf den beiden letzten Pl?tzen im Miniflieger nach Tempelhof.

Wo wir dann zuerst Gerg? und dann unsere vier heavy-Koffer gesichtet haben ? hie? dann: wir sind k?rperlich angekommen. Im Kopf dauert es noch ein wenig.
Wir haben in diesen letzten zwei Wochen SEHR viel erlebt. Gottes Bewahrung auf Schritt und Tritt ? aber ihr habt ja wahrscheinlich gelesen!
Enibeni ? noch einmal danke f?r deine Geduld mit uns (Nichtenglischk?nnenden) und f?r deine Zeit! Es war echt sch?n!
Alexis, Emily+ Nicholas ? nun k?nnen wir uns richtig gut vorstellen, wie Eni Euch vermissen wird!
Stephanie und Michael ? danke f?r Eure GASTFREUNDSCHAFT und all die Liebe, die wir bei euch erleben durften. Gott segne euch und euren vielseitigen Dienst!
Jonah ? danke, dass wir in deinem Zimmer schlafen durften und so lange!! Und dass du so viel Deutsch mit uns geredet hast! Wir sehen uns n?chstes Jahr in Berlin, nicht wahr?
Leonie, Sophia, Caleb ? ihr seid eine liebenswerte Rasselbande ? wir haben euch genossen.
Stephanie und Scott ? danke f?r die gemeinsame Zeit, f?r die leckeren und scharfen Wings - und wir freuen uns schon auf Stephanies Besuch im Herbst in Berlin.

Nun kann hier Eni weiterschreiben ? danke dass wir unsere Zeit in den Staaten hier verewigen durften.
Eszter und Rainer
28.5.05 22:13
 



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