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Montag, 16. Mai 2005
Mehr als zwei Wochen sind wieder vergangen. Mittlerweile sind Mama und Papa da, die schon flei?ig ihre Berichte f?r euch schreiben. Daher muss ich mich auch ganz schnell mal wieder ransetzen, damit ich euch von der Zwischenzeit noch einiges Berichten kann.
Im letzen Eintrag schrieb ich etwas davon, dass wir bei Loomans wahrscheinlich High-speed-Internet bekommen... Sie haben es auch, aber ich nicht, da sie keinen Router haben. Jeff hat mir mehrfach angeboten, dass ich den ja f?r sie f?r ca.110$ kaufen kann und den dann halt f?r die letzten 2 Monate auch benutzen kann. Aber da ich w?hrend der Arbeitszeit ja nicht ins Internet darf und anschlie?end nie da bin, sondern immer auf Achse bin, lohnt es sich f?r mich nicht. Das fand er nat?rlich schade.
Am 30.April war ich bei Scott und Steph, wo Scott und ich ?l bei meinem Auto gewechselt haben! D.h. ich lag mal unterm Auto, habe gestaunt wir dreckig und rostig alles ist. Dann haben schnell ein Foto gemacht und dann habe ich f?r sie ein paar Blumen und Paprika gepflanzt und Scott hat dann den Rest bei meinem old-lady-car erledigt. Am Abend war ich dann bei Tollefsons Babysitten.
Am Dienstag, den 3.Mai sind Stephanie und ich zu einem deutschen Theaterst?ck gegangen. ?Der Vogelkopp? hie? das St?ck und war ganz am?sant. Am Mittwoch gab ich Gitarrenunterricht, am Donnerstag war Bandprobe und Freitag holte Steph mich p?nktlich zum Feierabend ab und wir fuhren nach Milwaukee. Ihre Schwester Robyn heiratet im Juni und hatte deshalb diesen Samstag (7.Mai) ihre Brautdusche. War ganz interessant. Wir haben ein paar Spiele gespielt und dann gab es viele Geschenke f?r sie.
Am Sonntag, den 8.Mai ? Muttertag ? habe ich am Nachmittag gearbeitet, so dass Jeff und Karen Golf spielen gehen konnten. So habe ich dann wenigstens den Donnerstag (12.Mai) frei bekommen, was mir ganz recht kam, weil ja dann Mama und Papa schon hier waren.
So das war nun ein kurzer ?berblick von mir und nun kommen Mamas Berichte. Viel Spa? damit!
Hallo Ihr Lieben!
Unser letzter Flug von Chicago nach Madison, planm??ig um 17.25 Uhr, wurde gestrichen (angeblich wegen Sturmwarnung). Gegen 15 Uhr waren wir schon startbereit und gingen zum Schalter, um zu fragen, ob sie vielleicht doch zwei Pl?tze nebeneinander h?tten und da haben sie uns er?ffnet: wir m?ssten umbuchen auf Morgen oder mit dem Bus fahren. Wir waren nicht alleine - trotzdem war es gar nicht lustig. Der Bus fuhr dann um 16 Uhr - zwischendurch haben wir bei Eni angerufen und Bescheid gegeben, was f?r ein Schicksal uns erreicht hat.
Das Problem war unser Gep?ck. Das haben sie von uns schon alles eingecheckt. Na so was. Und die Frau am Schalter hat uns auch versichert, dass unser Gep?ck bereits mit der letzten Maschine nach Madison geflogen ist.
Ich k?nnte sehr ausf?hrlich berichten, aber schlie?lich fuhr der Bus, nicht wie am Flughafen versichert - zum Flughafen, sondern irgendwo anderswo hin. Eni wartete am Flughafen. Es waren noch einige Telefonate notwendig und viel Geduld, bis dann endlich Eni wusste, wo wir sind und sie uns abholte. Und das Wetter war kein bisschen besser als in Berlin.
Wir fuhren dann zuerst zu Tollefsons, weil sie mit dem Abendessen gewartet haben, und die Kinder voll aufgeregt gewesen sind weil ja Besuch kommt.
W?hrend des Essens kam dann auch Michael nach Hause - nach einigen Telefonaten (um zu kl?ren, wo denn das Gep?ck ist) sind wir dann wieder mit Eni los, um unsere Koffer zu holen - wir mussten uns voll beeilen, weil der Flughafen nur bis um halb elf auf hatte. Wir waren recht froh, dass alle drei Koffer da waren. Als wir nach Hause kamen, waren die anderen schon im Bett, was uns gar nicht st?rte, weil wir eben schon so einige Stunden auf den Beinen waren. Nach 26 Stunden Wachsein l?sst es sich gut schlafen. ?berraschenderweise hatte Eni am n?chsten Tag ganz frei - sie blieb dann mit uns bei der Familie Tollefson und so musste sie Papas Schnarchen in der Nacht ertragen. Den Donnerstag haben wir ganz sachte angefangen - dann gab es Fr?hst?ck - richtig mit Schrippen und Kaffee - und dann zogen wir los. Da das Wetter echt nicht sehr freundlich war, haben wir beschlossen, in verschiedene Malls zu gehen. Der arme Papa hat ziemlich gelitten. So ein Einkaufsbummel ist wohl bekannterweise nicht die Lieblingsbesch?ftigung von M?nnern. Wir waren unter anderem auch in einem christlichen B?cherladen, und zu Mittag sind wir dann essen gegangen - wenn ich mich richtig erinnere, zu Applebee?s. Wir bestellten uns alles ma?geschneidert: f?r Papa Rippchen mit BBQ-Sauce und Pommes, f?r mich einen gro?en Salatteller mit H?hnchenbruststreifen - hmm... und Eni so ein H?hnchen-burger oder was das auch war. Riesen Portionen, kaum zu schaffen, Eni lie? die H?lfte auch einpacken. Und Getr?nke bis zum Abwinken - bzw. Abfrieren, weil nach einem Liter Eis-Cola bist du bis zu dem kleinen Zeh durchgefroren. Nach dem Essen haben wir zum Warmwerden noch ein Warenhaus vorgenommen - und zuletzt noch Aldi besucht - wir waren so einf?ltig, dass wir Kaffeesahne gesucht haben - na ja - Kaffeeweisser haben wir gekriegt als 1kg-Packung - ist auch in Ordnung.
Papa hat sich auch ein Geschenk gemacht. Da seine Uhr nur Berliner Zeit anzeigen kann (Stellknopf defekt), kaufte er sich f?r 6$ eine neue.

Am Donnerstag Abend blieben wir bei Tollefsons, Eni hatte um 19 Uhr Bandprobe. Stephanie war am Abend auch unterwegs. Michael brachte die Kidis ins Bett und dann unterhielten uns noch ein Weilchen - aber uns holte dann irgendwann die M?digkeit ein und so waren wir so gegen 21 Uhr schlafen gegangen.

Eni arbeitete den ganzen Freitag und so fuhr uns Stephanie nach dem Fr?hst?ck zu Loomans - Eni zeigte uns ihr Schlo? und die s??en Zwillinge. Alexis war auch zu Hause. Du wirst schon beim Zugucken m?de - so viel Spielzeug, und keins ohne Musik. Insgesamt hatte Eni einen sehr ruhigen Tag, die Kinder haben relativ viel geschlafen.
Am Abend fuhren wir zu einer deutschen Familie - dort gab es ein Haus-Konzert und dort trafen wir auch wieder Tollefsons.

Wir haben eine total nette Gastfamilie - Stephanie und Michael Tollefson - mit vier Kindern. Diese sind 2,3,5 und 9 Jahre alt. Das hei?t, du hast hier nie wirklich Langeweile. Daf?r sorgen die Kidis. Dazu kommt noch, dass sie nicht zur Schule gehen, sondern homeschooling machen, sie sind also viel zu Hause. Allerdings haben sie auch so einiges an Programm, wie Sport, Musik, Gymnastik, deutsche Spielgruppe usw. Stefanie ist immer auf Achse, und wenn am Abend Michael nach Hause kommt, holt ihn auch nicht die Langeweile ein.

Wir haben ein Zimmer mit Bad in der unteren Etage - ganz exzellent - besser ginge es gar nicht. Das Zimmer wird sonst von dem gro?en Sohn Jonah bewohnt, nun muss er mit seinem kleinen Bruder Caleb (2 Jahre) in einem Zimmer schlafen. Jonah ist vorbildlich, was die deutsche Sprache betrifft, spricht sehr gut deutsch und gibt sich unheimlich viel M?he, uns immer deutsch anzusprechen. Danke Jonah!

Am Samstag war die ganze Familie zu Hause, Stefanie hat zum Fr?hst?ck pancake gemacht. Anschlie?end fuhr die ganze Familie zu einer Sportveranstaltung mit den Kindern und wir nahmen uns vor, einen Bauernmarkt zu besuchen - rund um das Capitol. Es war recht frisch, aber dann kam die Sonne heraus. Es war so eine Art Volksfeststimmung. Wir konnten uns durch die verschiedenen K?sesorten kosten, haben einige Aufnahmen mit Findus und Ninja gemacht - nat?rlich f?r Moritz und Tenti - was uns schlie?lich nicht jeder glauben wollte.

Noch vor Mittag waren wir zu Hause - wir machten uns einen Capuccino und suchten einige Reste im K?hlschrank Zwiebelkuchen und Lasagne und solche sch?nen Dinge schlummerten da vom Vor- und vom Vorvortag. Am Nachmittag trafen wir uns mit der anderen Stephanie und ihrem Mann Scott. Wir fuhren gemeinsam zu einer Haus-Einweihungs-Party - etwa 35 Km von Madison entfernt. Eine Familie aus der Gemeinde hat dort ein altes Haus gekauft, circa vor 2 Jahren, ausgebaut und nun waren sie fertig und m?chten es verkaufen.


Eni kannte viele Leute, aber auch nicht alle, aber die Steph hat sich unheimlich viel M?he gemacht, sie sprach deutsch mit uns, und sie ist so was von eifrig beim Quatschen, hey - ich m?chte von ihr ein wenig Mut abkaufen - echt vorbildlich.
Wir sind nicht sehr lange geblieben, fuhren dann wieder nach Madison zur?ck, weil wir f?r den Abend Konzertkarten hatten f?r ein Barlow-Girl Konzert. Da trafen sich noch andere aus der Gemeinde - ich finde es richtig fie?, dass man nicht richtig englisch kann. Mir fehlen die ganzen nichtssagenden Floskeln - die jeder jedem sagt, wenn sie sich sehen. Okay - wir hatten zum Teil Eni zum ?bersetzen da, oder auch einfach nur gegrinst.

Es war ein Konzert mit viel Musik, zum Teil lauter, als ich je geh?rt habe, und mit noch viel, viel mehr Text zwischendurch. Auch etwas mehr Werbung f?r world vision - um einige Dollars locker zu machen bei den Zuh?rern.
Gegen 21 Uhr haben sie eine Pause gemacht, wir sind dann nach Hause gefahren, weil Eni und Steph ganz fr?h raus mussten, wegen Soundcheck und Probe und Andacht am Morgen. Ich pers?nlich hatte auch irgendwie die Grenze meiner Aufnahmef?higkeit erreicht und bin um 22 Uhr totm?de ins Bett gefallen.

Sonntag, der 15. Mai- Pfingsten. Es gab um 9 Uhr Fr?hst?ck - ohne Eni und ohne Michael - sie hatten beide Proben vor dem Gottesdienst. Eni holte uns ab. Der Gottesdienst in dieser lutheranischen Kirche lief nat?rlich anders ab, als zu Hause. Es war eine Art Liturgie vorhanden. Insgesamt war eine nette Atmosph?re, die Predigt ging nat?rlich um das Thema Pfingsten - bitte nicht weiter fragen. Die Anbetungszeit war am Anfang, relativ kurz, diese wurde von Steph geleitet, die uns als Eni?s Eltern from Germany vorstellte. Dann kam die Predigt. Anschliessend Abendmahl. Am Ende sang Eni alleine ein Lied - und da kamen dann ganz viele ran und bedankten sich, dass wir Eni f?r einige Monate ihnen "ausgeliehen" haben.

Um halb 12 war der Gottesdienst zu Ende. Es wurde noch ein wenig getalkt. Wir fuhren mit unserer Gastfamilie zum Mittagessen zum "Olive Garden" - bei einem Italiener. Vier Erwachsene, vier Kinder - und die Gastst?tte war recht kinderfreundlich. Sie fuhren anschlie?end nach Hause, weil Caleb zu Mittag schlafen sollte und wir drei haben dann eine F?hrung im Capitol mitgemacht. Es war sehr interessant, sehr sch?n gemacht, viele interessante Details erfahren. Wir hatten anschlie?end noch eine ganze Stunde Zeit, einmal die Fu?g?ngerzone hoch und runter gelaufen, noch einmal die Stelle angeschaut und fotografiert, wo uns Eni am ersten Abend aufgesammelt hat.

Um halb f?nf waren wir mit Steph und Scott verabredet, die mit uns Abendessen gehen wollten. Zu ?Chilis?. Wisst ihr was? Wir hatten gar keinen Hunger. Aber wir a?en trotzdem etwas, sch?n scharf, lecker, mit viel Tabasco, und dank der hiesigen Kultur, kann man die zweite H?lfte, die man nicht zu essen schafft, einpacken lassen. Das ganze Auto roch nach Essen - und wir konnten das gar nicht mehr riechen.
Am Tisch haben wir noch einige Anregungen bekommen, was unsere n?chste Woche betrifft, wo wir ?berall hin wollen und k?nnten.
Fortsetzung folgt!
17.5.05 01:36


Mittwoch, 18.Mai 2005
Ich habe euch Fortsetzung versprochen, allerdings habe ich uns bei Dorina und Gergoe fuer zwei Tage abgemeldet, weil wir bis Donnerstag wegfahren wollten. Und siehe da, wir sitzen wieder bei Tollefsons am Abendbrottisch. Aber schoen langsam, alles der Reihe nach:
Am Montag hatte Eni noch frei gehabt, und so kam uns die Idee, mit Stephanie und den 4 Kindern nach Milwaukee zu fahren. Diese ist die groesste Stadt des Landes, viel viel groesser als die Hauptstadt Madison. Wir fuhren mit zwei Autos: Stephanie mit ihren vier Kindern und wir drei. Auf dem Highway dorthin passierte einige Minuten vor uns ein Unfall, wir haben nur die schwarze Wolke von einem Autobrand gesehen und kurze Zeit spaeter kamen auch schon tatue-tata Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen. Wir standen so, dass wir umgeleitet werden konnten und mit ein wenig Umweg konnten wir wieder auf die Autobahn rauf. Am Nachmittag hat man im Radio gehoert, dass das ein Auffahrunfall war und dass zwei Menschen sogar dabei starben. Wir wissen nicht wirklich, wo vor Gott uns jeden Tag bewahrt, aber wenn du so etwas siehst und hoerst, wird es dir doch bewusster.
Wir haben in Milwaukee ein Children-Museum besucht. Als ?Auslaender? hatten wir freien Eintritt. Danke USA! Es war total interessant, von Dinos bis Schmetterlinge, dann europaeische Wohnungen aus dem vorigen Jahrhundert und du konntest durch die Fenster in die Stuben schauen: deutsch, polnisch, kroatisch, hollaendisch, finnisch, schwedisch, ungarisch..... und was weiss ich noch . Fuer die Kinder war das Mittagessen im Restaurant der Hoehepunkt des Tages ? es gab Pizza und Chickenwings und frisches Gebaeck mit verschiedenen Tunken. Anschliessend fuhren wir noch an den grossen See .... Rainer meinte, der koennte so gross sein , fast wie die Ostsee. Wir sind vielleicht ein knappes Stuendchen rumgelaufen, nicht alle Kinder hatten dazu viel Lust ? ich muss zugeben, mir war es auch ziemlich kalt und windig!!!
Macht nichts, wir waren schliesslich gut durchgepustet und machten uns auf den Heimweg. Stephanie fuhr mit den Kids gleich nach Hause, wir haben noch mit Eni einen Abstecher zu einem Einkaufszentrum gemacht ( Johnsons Creek). Wir haben einige Kleinigkeiten gekauft, Eni auch.

Am Abend war Michael mit den Kindern zu Hause. Er schmiss auf der Terrasse den Grill an, und es gab Gegrilltes: Fleisch und Folienkartoffeln. Lecker! Ein dickes Lob an den Chefkoch des Abends!
Mit viel Hilfe von Tollefsons haben wir eine Route ?zurechtgedacht?, wo wir Dienstag und Mittwoch hinfahren koennen. Es soll eine wunderbare Strasse geben an den Mississippi entlang, eine Nacht in La Crosse in einem Hotel uebernachten und am naechsten eine andere Route zurueckfahren, durch eine Gegend, wo auch Amish people wohnen und leben, was ein ganz grosser Wunsch von Rainer war.
Wir haben auch nach einem Mietwagen gesucht, aber schliesslich hiess es, wir sollten doch den VW Jetta nehmen, womit Michael taeglich zur Schule faehrt, wo er unterrichtet.
Dienstag ? nach dem Fruehstueck haben wir noch einige Sachen besprochen. Wir erfuhren z.B., dass wir zwar fast ueberall mit unserer Kreditkarte bezahlen koennen, aber die andere Variante: mehr zahlten und Geld auszahlen lassen ? geht wohl nur mit Debit-Karten. Darauf telefonierten mit Eni, die arbeiten musste, dass wir bei ihr Vorbeikommen werden, um ein wenig Bargeld fuer alle Faelle in der Geldboerse zu haben.
Wir waren kurz nach elf da, Alexis hatte sich gefreut, wie sonst was, holte sofort die Memorie - Steine, um zu ... na? na... richtig! Tuerme zu bauen. Eni erzaehlte uns, dass sie davon fasziniert war. Sie ist aber fuer ihre drei Jahre feinmotorisch und ueberhaupt richtig gut.

So schnell kommt man nicht von den Kindern und Eni weg. Schliesslich gab es noch Reste-Mittagessen und Eni packte uns noch something to eat and to drink ein.
Es war eine richtig schoene, ruhige Fahrt, Rainer fuehlte sich in dem VW Jetta mit Gangschaltung richtig heimisch. Unterwegs machten wir einen Abstecher nach Black Earth wo es ein grosses Schuhgeschaeft gibt, die Shoe-Box. Es war fuer unsere Begriffe eine Mischung zwischen Ausstellung, Museum und Schusterwerkstatt sowie Verkauf. War sehr interessant. Auf dem Parkplatz fotografierten wir noch schnell das Nummernschild von ?unserem? Auto, damit wir es auch auf einem ganz grossen Parkplatz wiederfinden. Wir fuhren dann weiter gen Westen, ueber den grossen Fluss Wisconsin, bis wir dann von der Hauptstrasse in eine kleinere Strasse links abbiegen mussten. Es gab nur zwei Spuren: geradeaus und rechts. Wir blinkten und mussten dann ganz anhalten, weil Gegenverkehr kam. Kaum war der grosse Truck vorbeigefahren, fuhr Rainer an, um in die Strasse einzubiegen, da gab es einen grossen Ruck und Knall, unser Auto rutschte ueber die Fahrbahn und blieb dann am Rand stehen. Das war?s dachte oder sogar sagte ich und stieg aus dem Auto aus.

Der ?Taeter? blieb auch stehen. Ein Mann von der Tankstelle -ganz in rot gekleidet- kam sofort an und fragte: are you okay? Und eine andere Frau aus dem Kiosk rief sofort die Polizei.
Was denkt ihr, was einem alles so auf englisch einfaellt, wenn es sein muss.
Der Mann in Rot hat uns beruhigt, dass wir in Recht waeren und nun muss erst einmal die Polizei kommen und alles aufnehmen. Wir sollten nach irgendwelchen Autopapieren und oder Versicherungspapieren suchen. Die hinteren Tueren und die Heckklappe war vom Auto nicht mehr zu oeffnen. Die rechte Seite des Kofferraumes war bis in die Reifen zusammengeschoben. Wir fotographierten das verunglueckte Auto, dann gingen wir auf die andere Strassenseite zu den beiden Maennern. Der Fahrer stieg nicht einmal aus dem Auto aus, aber wir fragten den anderen, ob wir ihr Auto knipsen duerfen. Wir durften.
Zurueck zu unserem Helfer in Rot (die Polizei war immer noch nicht da) meinte er, ich sollte bei dem Fahrzeughalter anrufen, wo das Auto versichert ist. Zum Glueck hatten wir Eni?s Telefonkarte mit, und so rief ich an, aber ohne Erfolg. Ich rief dann bei Eni an und erzaehlte ihr, welch ein Ding uns passiert ist. Sie wollte versuchen, Stephanie zu erreichen und wartete auf unseren naechsten Anruf.
Es kam eine nette Polizistin (Sheriff), sie hiess Kathie und sie nahm alle unsere Daten auf, sie hat ganz geduldig und langsam gesprochen und fragte uns aus nach dem Unfallhergang. Anschlie?end ging sie zu den anderen beiden Maennern rueber und wir dachten uns: es waere doch schon richtig nett zu hoeren, was diese beiden zu Protokoll gaben.

Also: das Auto von Tollefsons hat Totalschaden. Es kam im Handumdrehen ein Abschleppwagen und der Fahrer half Rainer alles bewegliche aus dem Auto zu holen. Es waren auch viele Schulunterlagen und Buecher von Michael drin, dann ein Kindersitz, na und unsere Klamotten. Alles erstmal im Polizeiauto verstaut. Der andere Fahrer gab zum Protokoll, dass er uns zwar gesehen hat, aber dann hat er nach unten geschaut und wo er aufschaute, knallte es schon. Ich versuchte zwischendurch noch einmal mit Eni zu telefonieren. Wir haben abgemacht, dass ich sie noch mit der Polizistin Kathie telefonieren lasse, nicht dass wir irgendwelche Dinge total falsch oder missverstanden haben.

Um etwas kuerzer zu fassen. Jeff war schon zu Hause,(Zufaelle gibt es nicht!) Eni durfte gleich ins Auto steigen, um uns abzuholen. Eni, danke fuer dein ?very-prompt-kommen! Die Fahrt war mindestens eine Stunde oder noch mehr, in der Zeit durften wir mit unseren Sachen und der lieben Kathie in der Hinterstube des Kioskes sitzen und sie hat auf uns aufgepasst. Wir haben so einiges erzaehlt, sie war Oma von einem kleinen Maedchen, Alexis. Sie wohnte alleine, und fragte uns aus, wie wir in Germany wohnen, wie hoch die Kriminalitaet in Berlin ist, was fuer Kinder und Enkel wir haben, dann ueber Eni, was sie hier so macht, usw. Schliesslich hat sie Eni mit den Worten empfangen: von deiner Mama kennen wir deinen ganzen Lebenslauf.
Wir waren schon ziemlich froh, wieder in Enis Auto zu sitzen und zu reden, wie uns der Schnabel wuchs. Damit ist hier deutsch gemeint.

Eni fuhr uns zu Tollefsons. Es war schon ein beklemmendes Gefuehl, nach Hause zu kommen, und erzaehlen, dass das Auto, was sie uns geliehen haben, leider ?tot? ist. Ich persoenlich war ich so weit wieder entspannt, dass ich haette heulen koennen. Stephanie empfang uns mit den Worten: ist nicht schlimm, ist schoen, dass es euch nichts passiert ist. Michael kam spaeter vom Sport und wisst ihr was er sagte? ?Ach ihr Armen, nun muss euch in einem fremden Land so etwas passieren!? WOW!
Ich dachte, ich hoere nicht richtig. Sie machten sich als erstes um uns Sorgen, und nicht um das fehlende Fahrzeug. Ich glaube, hier habe ich eine sehr schoene Lektion gelernt.
Der Abend verging dann mit einem leckeren Abendessen und lange Telefonate mit der Versicherung und natuerlich mit Berichtschreiben. Eni ass auch zu Abend mit und sie fuhr dann wieder heim nach Waunakee.

Ich habe mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen: wenn das Auto nur 5 Sekunden frueher in unser Auto faehrt, da schubst es uns unter oder vor den Truck, der gerade an uns vorbeifuhr.
Oder: was ist, wenn unser Tank explodiert und .... und... siehe Anfang des Berichts.
Ich kann also nur sagen: Danke Vater im Himmel ? ich verstehe zwar vieles nicht, aber danke DIR fuer die Bewahrung und fuer die Geschwister hier in Madison.

18.5.05 21:57


Samstag, 28. Mai 2005

Montag, der 23.5.2005
Seit unserem letzten Eintrag sind einige Tage vergangen. Da wir am Mittwoch nichts weiter vorhatten und Eni arbeiten musste, waren wir mit Jonah zum Baseball-Training. Es war sehr interessant ? wir hatten bisher so was nie gesehen. Anschlie?end fuhren wir mit Stephanie und den drei Kindern zu ihrer deutschen Spielgruppe. Sie treffen sich w?chentlich ein Nachmittag auf einem bestimmten Spielplatz ? alle die irgendwie deutsch sprechen wollen. Die meisten waren Familien, die von Deutschland aus hier sind, aber auch eine Mutti mit 4 Kindern, die Amerikaner sind, aber sie waren wohl einige Zeit in Deutschland und m?chten, dass die Kinder deutsch sprechen. Sie sprach sehr gut deutsch ? alle Achtung! Und die Kinder waren klein, kleiner und noch kleiner ? und zwar zweimal, Zwillinge - 3einhalb Monate alt. Wow! Wir sahen einige Gesichter vom Hauskonzert wieder ? es war sch?n!
Donnerstag hat Eni nur bis Mittag gearbeitet. Wir trafen uns mit ihr in einem Einkaufszentrum, wo Michael uns Vormittag hingefahren hat. Einkaufsbummel macht jeden m?de, aber ganz besonders die M?nner. J
Am Freitag ging dann unsere gro?e Tour nach Chicago los ? zu dritt mit Eni. Die Stadt ist nicht wirklich weit weg. Vielleicht 2-3 Stunden mit Auto. Wir haben ein Hotelzimmer reserviert per Internet, nicht so zentral, und es wurde uns geraten, von dort aus zum n?chsten P+R-Parkplatz zu fahren und die S-Bahn zu nehmen. Hier sind die St?dte nicht so kompakt, wie in Deutschland, (eher platt gewalzt ? Bemerkung der Redaktion). Chicago hat keine 3 Millionen Einwohner, aber liegt auf einem wesentlich gr??eren Gebiet als die Stadt Berlin. Die Amis haben ja Platz hier ? darum m?ssen sie auch ?berall mit dem Auto hinfahren, zu Fu? gehst du nicht mal zum Nachbargesch?ft. In Chicago war neben Park & Ride auch ein Kiss & Ride ? das mussten wir gleich fotografieren. Das sind verschiedene Parkpl?tze, wo du jemanden absetzen oder von der Bahn abholen kannst - Super Idee.
Chicago nennt sich: The windy city ? und das nicht ohne Grund!! Mensch, hat es geweht und gepustet! Wir haben uns am ersten Abend in der Innenstadt die Beine fast abgelaufen und alles andere fast abgefroren ? aber dann: Kaffee und Dunkin?Donuts - so ein Becher von amerikanischer Gr??e w?rmt wirklich gut durch. Und stellt euch vor, Eni hat Kaffee getrunken!!!
Am n?chsten Tag haben wir eine 4-Stunden-Stadtrundfahrt mitgemacht, zum Teil sehr interessant, zum Teil auch ein wenig langweilig. Man m?sste ja richtig gut englisch k?nnen! Und anschlie?end haben wir uns noch den Sears-Tower vorgenommen ? es war noch gar nicht so lange her das h?chste Geb?ude der Welt. Oben haben wir nicht sehr viel Zeit gehabt, weil wir nach Willow Creek zum Gottesdienst wollten. Wir haben das von der Zeit her grade so geschafft ? ?ber den Gottesdienst schreibt vielleicht Eni sp?ter.
Es ist schon eine ?berw?ltigende Gr??e von Gemeinde und unglaublich gut durchdacht und organisiert. Wir haben nach dem Gottesdienst eine F?hrung durch das Geb?ude mitgemacht ? eine knappe Stunde. Wir haben den Mund kaum zugekriegt.
Jedes Wochenende gibt es 3 Gottesdienste ? und so haben wir beschlossen, am Sonntag noch einmal den Gottesdienst zu besuchen.
Wenn das gro?e Auditorium so 7200 Pl?tze hat, dann waren je 5000 Menschen zu dem Gottesdienst. Letztes Jahr waren es 400 T?uflinge gewesen, die alle auf einmal im hauseigenem See hinter der Gemeinde getauft wurden.
Anschlie?end fuhren wir so langsam Richtung Heimat. Also: Enis Heimat ? oder auch unsere ? f?r zwei Wochen.

Nun ist schon Samstag, und ich schreibe jetzt von zu Hause (Berlin) die letzten Gedanken dazu.
Eni musste Dienstag+ Mittwoch und am Donnerstag vormittag arbeiten. Wir beide haben die vorige Woche ausgefallene Tour noch einmal vorgenommen. Mit einem Mietauto fuhren wir Dienstag vormittag Richtung Westen los. Unterwegs besuchten wir noch die Werkstatt, wo das verungl?ckte Auto stand und brachten noch die Nummerschilder f?r Michael mit. Wenn wir es richtig verstanden haben, ist es im Ami-Land so, dass du kein T?V hast, aber du musst deine Nummerschilder in bestimmten Zeitabst?nden ?neu kaufen? und diese vom alten Auto k?nnen noch weiter verwendet werden.
Zu unserer Tour: Rainer wollte unbedingt Amish-People sehen. Eine F?hrung war leider nicht m?glich, aber eine Dame, die sonst die F?hrungen macht, hat uns wunderbar aufgezeichnet, welche kleine Stra?en wir langfahren sollen, wenn wir Siedlungen oder H?user von Amish Leuten sehen wollen. Wir haben diese Gegend auf uns wirken lassen, einige Bilder gemacht und sind dann weitergefahren nach La Crosse ? zum Mississippi. Unser Hotel war schlie?lich etwas n?rdlich, in Onalaska.
Am Abend haben wir dann die Gegend ausgekundschaftet ? das Wetter hat sich gebessert ? wir hatten schon so 18-20 ?C. Wir suchten uns noch eine Abendessen-Gelegenheit. Wir hatten sehr gute Prospekte, wo alle 30 Lokale am Mississippi entlang eingezeichnet waren ? aber irgendwie konnten wir uns nicht entscheiden. Viel Hunger hatten wir auch nicht, und mittlerweile kennen wir die US-Portionen, so suchten wir eher nach einem Imbiss. Es war schon fast 8 Uhr am Abend, wo wir dann so ein Eckhaus in der Altstadt sahen, so eine Art McDonalds, im Emblem eine Eule, sah ordentlich aus und wir sahen viele zufriedene, sandwich-essende Gesichter im Fenster ?okay ? hier bleiben wir. Als wir drin waren, dachte ich: ist hier irgendwie eine Sportveranstaltung oder was? Wir setzten uns hin und dann kam auch schon die Bedienung: in kurzen Shorts, (Strumpfhose drunter) und T-Shirt (?rmellos, aber die Amerikaner laufen viel ?rmellos rum). Die Bedienung waren ausnahmslos junge h?bsche M?del in den beschriebenen Klamotten. Da haben wir schon einen leisen Verdacht gehabt: hier w?rde vielleicht nicht jeder Amerikaner mit uns reingehen. Bestellt, gegessen, war richtig-richtig lecker, bezahlt und f?r Eni ein Prospekt mitgenommen ? da stand es drauf, dass es in Madison auch eine Filiale gibt. Als wir zu Hause erz?hlt haben, wo wir gegessen haben, haben unsere lieben Gastgeber die H?nde ?berm Kopf zusammengeschlagen: Was? Ihr wart bei Hooters? Im W?rterbuch zu Haus nachgeschlagen: hoot bedeutet Schrei (Eulen- oder Wut-schrei) ? also ist nichts schlimmes. Allerdings wurde uns erkl?rt, dass man das Wort in der Umgangssprache auch f?r die Busen einer Frau benutzt. So viel dazu. Wir waren halt Ausl?nder mit Narrenfreiheit.
Am Abend sind wir noch zum Mississippi runter und genossen die letzten Lichter von der Sonne und schauten dem Wasser zu ( ich schreibe hier Mississippi, obwohl der Fluss sich hier gerade teilt und der hiesige Arm dann Black River hei?t).
Am n?chsten Tag gestaltete sich unsere R?cktour folgenderma?en: bei La Crosse ?ber die Br?cke nach Minnesota und dann dem Fluss, der Great River Tour entlang. Wir bewunderten die sch?ne Gegend. Hielten hier und dort an. Unsere Stra?e passierte dann die Grenze nach Iowa. Wir haben Debbie?s Eltern gewunken und fuhren weiter nach S?den, wo wir dann bei Prairie du Chien wieder nach Wisconsin zur?ckgefahren sind. Wir besuchten noch ein Reservat der Kickapoo-Indianer, wo wir schlie?lich in einer Tropfsteinh?hle gelandet sind. Man sollte vorher gewusst haben, dass Cavern H?hle bedeutet. Nun wissen wir es und werden es auch nicht vergessen!

Zu Hause gab es bei den lieben Tollefsons zum Abendessen Bratwurst vom Grill mit leckerem Salat. Eni war auch da. Wir haben angefangen unsere (und vor allem ENI?s) Sachen zu packen. Die vier Koffer wurden voll und auch ?voll schwer? ? aber wir haben alles reingekriegt ? das k?nnte Eni geholfen haben, damit sie im Juli dann ihre Sachen in ihre beiden Koffer kriegt.
Am Donnerstag kam Eni nach der Arbeit, und fuhr uns zum Flughafen. Alle Koffer haben einen Anh?nger bekommen: ?haevy? ? na ja, wo sie Recht haben, haben sie Recht, die waren schwer. Der Flug war super, die Sitze waren auch super (super unbequem) aber insgesamt haben wir einen sehr angenehmen Flug gehabt.
In Br?ssel sind wir eine halbe Stunde zu sp?t gelandet und dann mussten wir noch echt meilenweit laufen ? wir hatten keine halbe Stunde zum Umsteigen! Und davon sind wir 20 Minuten in Eiltempo mit und ohne Laufband gelaufen. Zum Gl?ck waren unsere Sachen bis Berlin durchgecheckt und so sa?en wir gl?cklich und zufrieden 5 Minuten vor dem Start auf den beiden letzten Pl?tzen im Miniflieger nach Tempelhof.

Wo wir dann zuerst Gerg? und dann unsere vier heavy-Koffer gesichtet haben ? hie? dann: wir sind k?rperlich angekommen. Im Kopf dauert es noch ein wenig.
Wir haben in diesen letzten zwei Wochen SEHR viel erlebt. Gottes Bewahrung auf Schritt und Tritt ? aber ihr habt ja wahrscheinlich gelesen!
Enibeni ? noch einmal danke f?r deine Geduld mit uns (Nichtenglischk?nnenden) und f?r deine Zeit! Es war echt sch?n!
Alexis, Emily+ Nicholas ? nun k?nnen wir uns richtig gut vorstellen, wie Eni Euch vermissen wird!
Stephanie und Michael ? danke f?r Eure GASTFREUNDSCHAFT und all die Liebe, die wir bei euch erleben durften. Gott segne euch und euren vielseitigen Dienst!
Jonah ? danke, dass wir in deinem Zimmer schlafen durften und so lange!! Und dass du so viel Deutsch mit uns geredet hast! Wir sehen uns n?chstes Jahr in Berlin, nicht wahr?
Leonie, Sophia, Caleb ? ihr seid eine liebenswerte Rasselbande ? wir haben euch genossen.
Stephanie und Scott ? danke f?r die gemeinsame Zeit, f?r die leckeren und scharfen Wings - und wir freuen uns schon auf Stephanies Besuch im Herbst in Berlin.

Nun kann hier Eni weiterschreiben ? danke dass wir unsere Zeit in den Staaten hier verewigen durften.
Eszter und Rainer
28.5.05 22:13





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